Für die sorgsame Handhabung und Pflege von Kunstobjekten in den oö. Kirchen sorgen Kulturgutpfleger:innen der Pfarren und Pfarrgemeinden. Am 3. Oktober 2026 erhielten die Absolvent:innen des diesjährigen Kurses ihre Abschlusszertifikate. Auch Peter Ludwig aus Gramastetten schloss den Kurs ab.
Ihre Arbeit reicht von der Reinigung und Pflege der Kelche bis zum richtigen Lüften, damit die Ausstattung der Kirche keinen Schaden nimmt. 1500 Ehrenamtliche achten in der Katholischen Kirche in Oberösterreich auf die rund 130.000 wertvollen Kunstschätze, die in Kirchen aufbewahrt werden. 321 von ihnen haben sich ihr Wissen im Lehrgang Kulturgutpflege, der vom Fachbereich Kunst der Diözese Linz angeboten wird, angeeignet.
„Kulturgutpflege ist Pflege von Geschichte, Glaube und Identität einer Pfarrgemeinde sowie an der Gesellschaft und nicht zuletzt an einem selbst“, sagt Diözesankonservatorin und Fachbereichsleiterin Ulrike Parzmair-Pfau. „Auf den Schultern der eigenen Geschichte wird die Zukunft gestaltet. Die Absolvent:innen des Lehrgangs Kulturgutpflege sind die ersten Ansprechpersonen zu den Kunstobjekten der Pfarrgemeinden und sorgen sich – in Abstimmung mit uns – um die Kulturgüter ihrer Pfarrgemeinde.“
Die Kulturgutpfleger:innen kümmern sich um die Kunstschätze der Pfarrgemeinden, indem sie ein achtsames Auge auf ihren Zustand haben: Sie kontrollieren, ob Holzwurmbefall bei den Altären auftritt, reparieren kleine Schäden und achten auf die sorgsame Lagerung. Sie pflegen und reinigen Kelche, entfernen Kerzenwachs von den historischen Leuchten und betreuen das Kunstdepot ihrer Pfarrgemeinde. Nach dem Lehrgang verfügen sie über Wissen zur Wartung und Pflege der Objekte. Sollte professionelle Hilfe benötigt werden, treten sie mit dem Fachbereich Kunst in Kontakt. Dort werden erfahrene Handwerker:innen und Restaurator:innen vermittelt.

Foto/Text: (c) Dioezese-Linz/Judith Wimmer
