60% Landwirtschaft – 31% Wald

Bodenpolitik in Gramastetten

Während der aktuelle WWF-Bodenreport österreichweit für Diskussionen sorgt, zeigen die Zahlen aus Gramastetten eine erfreuliche Entwicklung: Bestehende Baulandreserven werden zunehmend genutzt, während Natur- und Landwirtschaftsflächen den Charakter der Gemeinde weiterhin prägen.

Der aktuelle WWF-Bodenreport hat die Diskussion über Bodenverbrauch und Raumplanung erneut in den Mittelpunkt gerückt. Besonders Oberösterreich schneidet in der Bewertung kritisch ab. Dass auf Gemeindeebene bereits wirksame Maßnahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Grund und Boden gesetzt werden, zeigt die Entwicklung in Gramastetten.

Der Anteil des unbebauten Baulandes ist in Gramastetten innerhalb von fünf Jahren deutlich gesunken: Während er im Jahr 2019 noch bei 19,7 Prozent lag, betrug er 2024 nur noch 15,7 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um mehr als 20 Prozent.

Auch die Zahl der theoretisch möglichen Wohneinheiten auf bestehenden Baulandreserven hat sich reduziert. Waren es 2022 noch 361 mögliche Wohneinheiten, lag diese Zahl 2024 bei 317. Damit wurden innerhalb von nur zwei Jahren 12,2 Prozent der vorhandenen Reserven mobilisiert beziehungsweise einer Nutzung zugeführt.

Gleichzeitig bleibt Gramastetten eine stark von Natur und Landwirtschaft geprägte Gemeinde: 60,3 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, weitere 31 Prozent sind Waldflächen. Lediglich 0,7 Prozent der gesamten Gemeindefläche entfallen auf Bauflächen.

Bürgermeister Harald Kogler sieht in dieser Entwicklung eine Bestätigung der bisherigen Raumplanung:

„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass wir in Gramastetten verantwortungsvoll mit unserem Boden umgehen. Bestehendes Bauland wird zunehmend genutzt, wodurch der Anteil unbebauter Flächen innerhalb von fünf Jahren um mehr als 20 Prozent gesunken ist. Das ist eine erfreuliche Entwicklung und bestätigt unseren eingeschlagenen Weg.“

Auch künftig soll der Fokus darauf liegen, vorhandene Flächen und bestehende Infrastruktur bestmöglich zu nutzen. Gleichzeitig braucht es eine langfristige und ausgewogene Planung, die sowohl dem Schutz wertvoller Flächen als auch den Bedürfnissen kommender Generationen Rechnung trägt.

„Bodenschutz bedeutet für uns nicht, jede weitere Entwicklung auszuschließen. Vielmehr geht es darum, genau zu prüfen, wo eine Entwicklung sinnvoll und langfristig vertretbar ist. Wir wollen wertvolle Flächen für Landwirtschaft und Natur bewahren, bestehende Infrastruktur effizient nutzen und gleichzeitig leistbares Wohnen sowie Entwicklungsmöglichkeiten für die nächste Generation ermöglichen. Diese ausgewogene und vorausschauende Raumplanung ist unser Gramastettner Weg“, betont Bürgermeister Kogler abschließend.

Foto im Anhang. Crédit: 1x © Wikipedia, 1x © Fotostudio Sinzinger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert