Hagel

Die Freiwilligen Feuerwehren informieren:

Tag 2 nach Hagelunwetter im Bezirk Urfahr Umgebung

BEZIRK URFAHR UMGEBUNG (26.06.2021) In den 7 betroffenen Gemeinden (Eidenberg, Gramastetten, Haibach/Mkr., Hellmonsödt, Kirchschlag, Reichenau/Mkr. und Walding) wurden um 08:00 Uhr die Sicherungsarbeiten an den betroffenen Objekten weitergeführt.

Am 2. Tag nach dem Hagelunwetter wurden die Feuerwehren aus dem Bezirk Urfahr Umgebung von den beiden Hilfszügen (zu je 12 Feuerwehren) aus dem Bezirk Wels-Land und Steyr-Land sowie Höhenrettergruppen von den Stützpunkten aus ganz OÖ tatkräftig unterstützt. 

Zusätzlich waren Hub- und Kranfahrzeuge von Alkoven, Bad Leonfelden, Gallneukirchen, Enns, Walding, Wels und Zwettl im Einsatz.

Als große Hilfe erwiesen sich auch die umliegenden Firmen mit Kranfahrzeugen und die Landwirte mit diversen Spezialgerätschaften.

Seitens der zivilen Bevölkerung gab es eine große Unterstützung mit der Verpflegung für die Einsatzkräfte.

Großteils konnten die angefallenen Arbeiten bereits abgeschlossen werden. Am Samstag standen 400 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Einsatz.
In Gramastetten wird auch am Sonntag nochmals der Hilfszug aus Steyr Land im Einsatz sein. 

Gesamt konnten knapp 1000 Objekte in den Gemeinden abgearbeitet werden.

Bezirks-Feuerwehrkommandant Ing. Enzenhofer

Fotos: Prokesch

Unwetterkatastrophe in Gramastetten

(Aus Sicht der Freiwilligen Feuerwehr Gramastetten)

Sehr geehrte Gramastettnerinnen und Gramastettner!

Liebe Kameradinnen und Kameraden der Einsatzkräfte!

Geschätzte Gönnerinnen und Gönner!

Nachdem gestern Mittag die Einsätze im Zuge der Unwetterkatastrophe seitens der Feuerwehren abgeschlossen wurden möchten wir die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick auf die Geschehnisse der vergangenen 9(!) Einsatztage nutzen!

In einem nie da gewesenen “Einsatzmarathon“ wurde von den Feuerwehren aus Gramastetten und den Helfern der umliegenden Gemeinden sowie aus nahezu allen Teilen Oberösterreichs an der Bewältigung der Folgen des Hagelunwetters vom 24.06., sowie des Sturmtiefs von welchem wir am 27.06. erneut schwer getroffen wurden gearbeitet!

Von den Hilfsmannschaften wurde dabei beinahe rund um die Uhr und mit unglaublichem persönlichem Einsatz (teilweise auch unter großen Gefahren für die eigene Gesundheit) gearbeitet um der Gramastettner Bevölkerung zu helfen!

War es zu Beginn noch der Kampf gegen die Folgen von Naturgewalten so kam nach einiger Zeit auch der Kampf gegen Müdigkeit und Erschöpfung hinzu. Dabei wurden vielfach die Grenzen der persönlichen Leistungsfähigkeit erreicht bzw. hinausgeschoben.

Ich durfte diesen Einsatz fast durchgehend aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln erleben (auf den Dächern am Seil, als Drohnenpilot, als Einsatzleiter, als “Redakteur“ unserer Homepage und natürlich in jeder Phase als Mensch). Alle Blickwinkel haben trotz der unterschiedlichen Herausforderungen einen ganz wesentlichen und bleibenden Eindruck hinterlassen – HIER WAR EIN GROSSARTIGES TEAM IM EINSATZ – und das war auch gefragt!

Menschen aus unterschiedlichen Landesteilen, unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichem Alters haben in unterschiedlichen Funktionen nahezu perfekt zusammengearbeitet!

Alle diese kleinen Rädchen haben eine riesige „Maschinerie an Hilfsbereitschaft“ nicht nur in Gang gesetzt sondern auch am Laufen gehalten – zum Wohle der Allgemeinheit!

Dabei waren es nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch die vielen Helferinnen und Helfer im „Hintergrund“ (von der Versorgung im Feuerwehrhaus über die Unterstützung von Unternehmen mit Gerätschaften und Materialspenden bis hin zu den Geld- und/oder Sachspenden) die alle einen ganz besonderen Beitrag im Dienste des Nächsten geleistet haben!

Der Dank von ganz Gramastetten (und sicherlich auch der anderen betroffenen Regionen) gilt jenen Menschen, die geholfen haben, Schaden abzuwenden – in welcher Form auch immer!

Vor allem danken möchten wir allerdings allen Feuerwehrmitgliedern aus allen Bereichen und Regionen (Bezirksfeuerwehrkommando UU, Abschnittskommando Ottensheim, FKAT-Zug Steyr Land, Höhenretter Irndorf, Schweinbach, Braunau, St. Aegidi, Ternberg, Alkoven, Ried, Berufsfeuerwehr Linz, Drehleiter Gallneukirchen, TMB Zwettl, Kran Bad Leonfelden uvwm.) welche uns zu Hilfe kamen – ohne die geballte Kraft des österreichischen Feuerwehrwesens wäre dieser Einsatz nicht zu bewältigen gewesen!

(eine detaillierte und bebilderte „Einsatzchronik“ mit einer vollständigen Auflistung aller Beteiligten folgt auf unserer Homepage)

Ein nicht mindergroßer Dank gilt auch allen Arbeitgebern und vor allem auch den Familien der Einsatzkräfte, welche in der letzten Zeit auf uns verzichten, und in Sorge um unsere Gesundheit wohl auch die ein- oder andere schlaflose Nacht verbringen mussten!

Abschließend gilt es nun, den Spirit der Einsatzmannschaften auch in der Bevölkerung weiterzuleben!

Trotz aller Anstrengung ist es natürlich bei einem derartigen Schadensausmaß (trotz größtem Verständnis für die subjektive, individuelle „Dringlichkeit“) nicht möglich, jedes Anliegen (und hier waren teilweise durchaus „befremdliche“ dabei) zu 100% zu erfüllen!

Wir bitten daher nun die Hilfsbereitschaft auch im Familien- und/oder Freundeskreis sowie in der Nachbarschaft weiterzuleben und sich gegenseitig zu unterstützen!

Für den Notfall stehen Ihre Feuerwehrleute

natürlich weiterhin 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag zur Verfügung!

Weiterhin alles Gute bei der Schadensbehebung und passen Sie gut auf sich und Ihre Lieben auf!

Ihre Kameradschaft der freiwilligen Feuerwehr Gramastetten 5.7.2021

Text: Markus Penn – AW Kassier der FF Gramastetten

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